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'Medien - aber sicher' war Thema beim Fußballverein Löchgau

Im Rahmen des Projektes des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg „Medien - aber sicher“ bot  der FV Löchgau bei zwei Veranstaltungen insgesamt rund 60 seiner Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren die Möglichkeit, sich vom Medienpädagogen Constantin Schnell über die Gefahren im Internet, aber auch vom Nutzen,  informieren zu lassen. Die Jugendlichen waren sehr konzentriert und haben gut mitgearbeitet.

Die jungen Fußballerinnen und Fußballer des  FV Löchgau sind sicher im Umgang mit dem runden Leder – und scheinbar ebenso sicher sind sie in sozialen Netzwerken wie SchülerVZ, facebook oder kwick unterwegs. Sie kommunizieren mit Freunden, zeigen, was sie mögen oder hassen und laden die Fotos von der letzten Fete hoch. Dass diese social communities aber auch ihre Schattenseiten haben – davon haben sie und viele andere Jugendliche oft nur eine vage Ahnung. Im Focus der hoch interessanten Veranstaltungen  vom Medienpädagogen Constantin Schnell standen eben diese sozialen Netzwerke. Bald zeigte sich, dass alle, aber wirklich alle Teilnehmer der Veranstaltungen in solchen social communities unterwegs sind. Abgedeckt wurden in den jeweils rund zwei Stunden die Themen Datensicherheit, Gesetze und Cybermobbing. Und zwar ganz praktisch. Das heißt es wurde darüber geredet, was "die" mit unseren Daten machen. Die Betreiber von social communities verwenden die Daten entweder selbst für Werbung, oder sie verkaufen sie zum Teil an die werbe treibende Industrie. Auch die Polizei, der Staat oder Kriminelle nutzen die Daten. Deshalb ist es wichtig, so der Medienpädagoge,  die Privatsphäreneinstellung auf den Plattformen zu nutzen. Dass so manches, was man im Web tut, gar nicht erlaubt ist, war für die Jugendlichen teilweise neu. Fotos von anderen hochstellen ohne dass die davon wissen: verboten. Und beleidigende Sätze über andere ins Netz stellen ist ebenfalls ein Straftatbestand. Aber natürlich haben Social Communities im Netz auch viele nützliche Seiten - genau wie soziale Netze im wirklichen Leben. Die Jugendlichen haben einen Eindruck bekommen, dass es aber meist nicht mehr kontrollierbar ist, wenn man mal etwas ins Netz gestellt hat. Die Vorträge wurden von den Jugendlichen aufmerksam verfolgt. Aber nicht nur dies. Sie wirken mit Wortbeiträgen und online mit. Die Mädchen und Jungen lernten, wie  man verantwortungsbewusst und kompetent mit „ihren“ Medien umgeht. „Es ist selten, dass wir eine Veranstaltung bei einem Fußballverein durchführen, meist sind wir in Schulen unterwegs“, sagt Constantin Schnell vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.  „Das Engagement des Fußballvereins Löchgau im Jugendbereich ist schon außergewöhnlich – und macht eben nicht auf dem Fußballplatz halt. Als moderner Verein betreibt er mit diesen Veranstaltungen wirkungsvoll präventiven Jugendmedienschutz.“ (ws)

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